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Diskriminierungssensible Konferenz

Auf dieser Konferenz treffen sich Menschen mit unterschiedlichsten gesellschaftlichen Positionierungen, vielfältigen Erfahrungen und Meinungen. Wir freuen uns über diese Vielfalt und diesen gemeinsamen Lernraum.

Gleichwohl sind wir alle Teil dieser Gesellschaft und begegnen uns nicht frei von Herrschaftsverhältnissen. Denn alle Bereiche in der Gesellschaft sind von Machtstrukturen geprägt. Diese wirken ständig und überall auf institutioneller, zwischenmenschlicher und ideologischer Ebene. Sie wiederholen eine Norm, die bestimmte Personengruppen bevorteilt (Privilegierung) und andere benachteiligt (Diskriminierung): wegen ihrer Geschlechtsidentität und -zuschreibung, ihrer Hautfarbe oder vermeintlichen Herkunft, ihrer sexuellen Orientierung, ihres Alters, ihres Aussehens, ihrer körperlichen und geistigen Fähigkeiten, ihres Bildungsabschlusses und/oder ihres Zugangs zu ökonomischen Ressourcen etc.. Privilegien zu haben geht nicht unbedingt mit einem diskriminierenden Verhalten einher. Trotzdem müssen wir alle aufpassen und beachten, dass sie potentiell dazu beitragen, andere Menschen zu benachteiligen.

Wir möchten, dass diese Konferenz ein diskriminierungssensibler Raum ist und sich alle Teilnehmer*innen der Konferenz wohl und sicher fühlen. Wir wollen, dass während der Konferenz ein respektvolles Miteinander entsteht und wir gemeinsam eine Atmosphäre schaffen, in der wir nach unseren Vorstellungen einer sozial-ökologischen Gesellschaft selbstbestimmt, gleichberechtigt und solidarisch während der Konferenztage von- und miteinander lernen können. Dafür sind wir alle verantwortlich.

Das bedeutet für uns zunächst, auf eigene Grenzen zu achten und Grenzen anderer zu respektieren. Es bedeutet ferner, Diskriminierungen zu erkennen, zu benennen und kritisch zu hinterfragen. Dazu gehört auch, uns unserer eigenen Positionen und Privilegien bewusst zu werden. Es bedeutet schließlich, diskriminierendem Verhalten entschlossen entgegenzutreten und Betroffene zu unterstützen.

Im Vorfeld der Konferenz haben wir ein Konzept entwickelt, welches Ihr in Textform beim Infopoint erhaltet. Damit wollen wir uns konkret gegen Diskriminierungen und Grenzverletzungen stellen, Handlungsmöglichkeiten aufzeigen und zum eigenverantwortlichen Handeln aufrufen. Da es in gewissen Situationen darüber hinaus sinnvoll sein kann, dass bestimmte Personen explizit Unterstützung leisten und Verantwortung übernehmen, wird während der Konferenzzeiten ein erfahrenes Awareness-Team präsent sein. Wenn Ihr Euch in Situationen unwohl fühlt und Vermittlungs- oder Gesprächsbedarf habt oder falls es zu Übergriffen jeglicher Art kommen sollte, könnt Ihr Euch am Infopoint oder telefonisch direkt an das Team wenden. Ihr erkennt das Team an lilafarbenen Mützen. Das Awareness-Team stellt die Perspektive Betroffener nicht in Frage und unterstützt betroffene Person, ihre Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen. Es hat Zugang zu einem sicheren Rückzugsraum.

Wir wünschen uns und Euch allen eine wunderbare Konferenz, schöne Erfahrungen, Begegnungen und intensiven und inspirierenden Austausch! Achtet auf Euch selbst und aufeinander - und unterstützt Euch.

Euer Organisationskreis und das Awareness-Team